Erlebnispädagogik schnell erklärt

Anschauliches und körperlich spürbares soziales Lernen

Wenn das Erwachsenenleben eine Reise auf einem Schiff wäre, dann würden wir unsere Kinder und Jugendlichen mit diesem Schiff vertraut machen, es ausrüsten, in flachem Wasser Übungsfahrten durchführen und sehr gut überlegen, was mit an Bord kommen soll. Wenn das Erwachsenenleben eine Wanderung wäre, so würden wir unsere Heranwachsenden nicht auf alle Wenn und Abers vorbereiten können, aber wir könnten ihnen Wissen und Mittel zur Verfügung stellen, damit sie sich orientieren können, damit sie für sich sorgen können und wir würden den Rucksack gemeinsam packen. Dieses Gedankenspiel zeigt schon, wieviel mehr notwendig ist, um junge Menschen auf diese Reisen ins eigene Erwachsenenalter vorzubereiten. Der Gedanke ist naheliegend, dass wir sehr praktische Übungen, eine wirklichkeitsnahe und am eigenen Körper erfahrbare Herangehensweise dafür wählen würden.

Worauf wird es in Zukunft ankommen?

Soziale Fähigkeiten sind für ein Zurechtkommen in einer vernetzen, globalisierten und sehr dynamischen Welt unabdingbar. In der Erlebnispädagogik geht es genau darum: Soziales Lernen in der Gruppe sehr anschaulich, sinnlich sowie lebensnah und dennoch in geschütztem Rahmen möglich zu machen.

Das Grundprinzip ist, dass die Gruppe in einer inszenierten, aber dennoch wirklichkeitsnahen Situation einem Hindernis, einer Herausforderung oder einer Unbestimmtheit gegenübersteht und diese durch gemeinsame Anstrengung überwindet, indem sie die Ressourcen der Gruppe nutzt, Lösungswege erarbeitet, experimentiert, scheitert und noch einmal probiert.

Design des Lernfeldes

Bei einem guten Design dieser Lernsituation steht dabei nicht nur ein Lösungsweg offen, sondern die Situation ist durch verschiedene kreative Ansätze, durch Entdecken und Erforschen, durch Tricks und Kniffe schaffbar. Die Gruppe agiert aber nicht als ein Körper, sondern als die Zusammensetzung aus vielen Einzelpersönlichkeiten und so ist dieses Suchen und Finden einer Lösung wie ein Rührstab im Topf der Gruppenprozesse. Sie werden sichtbar, hörbar und unmittelbar spürbar. Sie sind real und konkret und in der Gegenwart da. Durch diese Bewegung haben Spannungen die Gelegenheit, sich zu entspannen, aufzulösen, zu entladen oder sich aufzuweichen. Verdeckte Fähigkeiten, Qualitäten und Informationen können sichtbar werden und der Gruppe auch in Zukunft dienen.

Verbalisieren, zusammenfassen und Ausblick schaffen

Es ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt, der Gruppe nach so einem Gruppenerlebnis auch die Gelegenheit zu geben, Gedanken, Erfahrungen und spannende Aspekte dieser Gruppenerfahrung auszutauschen und zu teilen. Auch dabei wird sichtbar, wer gut beobachten kann, wer sich um die Gruppe sorgt oder wer mutig ist und ein negatives Gefühl vor der Gruppe ansprechen kann. Neben der Rückblende auf das Geschehene wird dabei auch das situativ angemessene Sprechen in der Metaebene geübt – eine Gelegenheit, die sich kaum anderswo bietet. Die Abstraktion, Verbalisierung und Übertragung auf andere Erfahrungen und unseren Alltag ist eine große und zutiefst menschliche Kulturleistung.

 

So fügt sich zusammen, was wir Erlebnispädagogik nennen und dabei ist es noch nicht um konkrete Methoden gegangen, sondern einfach um die Gestimmtheit dieser Lernsituation. Eine Gruppenherausforderung, die die sozialen Beziehungen beweglich macht und zu sehr konkretem sozialen Lernen führt.

 

Projekttage oder Projektwochen

Wir bieten sowohl einzelne Projekttage für Schulen und Schulklassen, als auch Projektwochen. Es werden viele Begriffe verwendet: sei es Landschulwoche, Schullandwoche, Projekttage am Land oder die Wienwoche oder Projekttagen in Salzburg. In der Zeit nach dem Lockdown wird der Schwerpunkt auf Projekttagen liegen, die in der Nähe der Schule durchgeführt werden können.

 

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Was Sie noch auf diesen Seiten finden:

Ideen für Projektwochen und Projekttage für Schulklassen, Ideen für Schullandwochen, Landschulwochen und Schulprojektwochen, sowie Wienwochen. Als Thema und Motto sind Aktivprogramme mit Sport und Spiel, Thema Mittelalter, Natur und Naturerfahrung, sowie Natursensibilisierung. Als Methodennutzen wir Wahrnehmungsübungen, Kooperationsspiele, Initiativaufgaben und Reflexionsmethoden. Die meisten Spiele sind auch als Unterrichtsidee nutzbar und die dazu notwendigen Unterrichtsmaterialien sind einfach zu erstellen. Weiters finden Sie Infos zu Spielideen im Blogartikel, die sich auc zur Unterrichtsvorbereitung eignen. Freispiel bietet ein Sommercamp an: Das Bunte Dorf. Wo kann eine Schulprojektwoche stattfinden? In Wien und Niederösterreich, Salzburg, Kärnten, Oberösterreich, in der Steiermark, auf der Burg Lockenhaus im Burgenland, Sallingstadt im Waldviertel, Raach in der Buckligen Welt in NÖ. Wir bieten die Projektwochen und Projekttage für Volksschulen, Mittelschulen, Hauptschulen und Gymnasien, sowie berufsbildende höhere Schulen an.

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