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3 einfache Möglichkeiten, das Wir-Gefühl wieder herzustellen

Sorgen Ängste depressive Verstimmungen und psychosomatische Beschwerden Niedergeschlagenheit und Bauchschmerzen sind auf der Liste der Symptome die derzeit Kinder und Jugendliche verstärkt betreffen. Auch das Gesundheitsverhalten hat sich in den lockdowns nicht verbessert, es werden vermehrt süße und fette Speisen gegessen und weniger Sport betrieben als vor den lockdowns. Wie Sie im Klassenzimmer das WIR Gefühl mit einfachen Mitteln wieder herstellen können, lesen Sie unten.

Die COPSY Studie

Die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) hat bereits im Frühsommer eine erste große Studie unter Kindern Jugendlichen und deren Eltern durchgeführt und nun die Folgestudie herausgegeben. Die Studie untersucht die Auswirkungen der Corona Pandemie auf die seelische Gesundheit und das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen in Deutschland.Die Ergebnisse sind sicherlich auf Österreich übertragbar. Es wurden 1600 Eltern und über 1000 Kinder im Alter von 7 bis 17 Jahren befragt. Die COPSY-Studie ist ein Mischwort aus Corona und Psyche.

Die Lebensqualität und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat sich in Deutschland im Verlauf der Corona-Pandemie weiter verschlechtert. Fast jedes dritte Kind leidet ein knappes Jahr nach Beginn der Pandemie unter psychischen Auffälligkeiten.

https://www.uke.de/dateien/kliniken/kinder-und-jugendpsychiatrie-psychotherapie-und-psychosomatik/forschungssektion-child-public-health/dokumente/copsy/pm20210210_ergebnisse_2._befragung_copsy-studie.pdf

​Die Kinder und Jugendlichen berichten über eine Verschlechterung das Verhältnis zu ihren Freunden und über vermehrte schulische Probleme. Klar herausgestrichen wird das Kinder, die sich zu Hause wohl und geborgen fühlen, weit weniger mit negativen Folgen zu kämpfen haben als Kinder aus Familien mit unsicheren Bindungen oder aus sozial schwächeren Verhältnissen oder aus Familien mit Migrationshintergrund.

Es wird große Anstregungen brauchen, um den Kindern und Jugendlichen nach dem Ende der Maßnahmen wieder die soziale Sicherheit zu bieten: Dass sie sich aufgehoben und wohl fühlen in einer Gemeinschaft, die sie trägt. Dem Klassenverband kommt hier eine große Bedeutung zu, denn hier gehen die sozialen Kontakte und Bindungen über die Peergroup hinaus. Was ist in so einer Gruppensituation hilfreich?

Wir-Gefühl durch häufig wechselnde Kleingruppeneinteilungen

Ähnlich wie am Beginn eines Gruppenprozesses wie zum Beispiel in den ersten Wochen der ersten oder 5. Schulstufe ist es hilfreich, wenn sich Kleingruppen rasch abwechseln und durchtauschen und immer wieder nach einem Zufallsprinzip neue Partner*innen für Aufgaben und Übungen zugelost werden.

Wir-Gefühl durch Namensspiele

Es gibt viele Namensspiele, die auch dann lustig sind, wenn alle Namen bekannt sind. Namensspiele haben neben dem Einüben der Namen auch einen wichtigen Zusatzeffekt. Durch die Ansprache mit dem Namen fühlen Kinder und Jugendliche sich wieder aufgenommen, angenommen und als Teil der Klassengemeinschaft.

Wir-Gefühl: Etwas gemeinsam bauen

Ebenfalls hilfreich ist es, etwas gemeinsames Großes Ganzes zu bauen, zu dem jede und jeder einen Teil beiträgt. Das könnte ein großes Bild sein, das aus Mosaiken besteht, oder eine Skulptur wie zum Beispiel ein Monster, das 8 Hände, 10 Füße und 3 Ohren hat oder ähnliches. Viel Spaß beim Ausprobieren.


Freispiel bietet im Frühjahr betreute Wanderungen als Projekttage an. Details dazu hier.

Artikel über Belastungen von Kindern und Jugendlichen von Freispiel

Details zur COPSY Studie finden Sie hier: www.uke.de/copsy

Psychosoziale Folgen von Quarantänemaßnahmen bei schwerwiegenden Coronavirus-Ausbrüchen

Stellungnahme von Prof.Dr.phil. U. Ravens-Sieberer, MPHDirektorin der Forschungssektion„Kinder-und Jugendgesundheit –Child Public Health“zur schriftlichen Anhörung des Sozialausschusses zum ThemaAuswirkungen derCorona-Krise auf die seelischeGesundheit unserer Kinder

SORA Studie Corona Pandemie nicht auf speziell Kinder / Jugendliche